Unsere nächsten Termine

Das Frühjahr ist schon eine sehr gewalttätige Zeit: die Bäume schlagen aus, der Salat schießt und der Rasen wird gesprengt! Das Frühjahr war auch die Zeit für Veränderungen und vor allem für den Kampf der Arbeiterklasse für bessere Bedingungen. Das Frühjahr ist aber auch die Zeit voller Feiertage und das ist doch schon eher was für uns, als friedliebende Guggenmusik.

Die Geschichte lehrt uns, dass am 01. Mail 1856 alles in Australien begann. Es wurde für einen Achtstundentag gekämpft. Zudem liefen an diesem Tag viele Arbeitsverhältnisse aus, was diesem Tag den Namen Moving Day, also Umzugstag einbrachte, da viele Arbeiter gezwungen waren, an einen anderen Ort zu gehen, um Arbeit zu finden.Umzug und 8 Stunden – das klingt doch schon eher nach etwas für uns! Von der Idee, stundenlang musizierend durch Lorch zu ziehen, sind wir allerdings sehr schnell abgekommen. Nee, nicht schon wieder auffallen. Dann doch lieber ein unauffälliger Umzug mit unserem kulinarischen Hab und Gut.Gestartet sind wir um 9.30 Uhr am Oriaplatz in Lorch. Höchst motiviert und bester Laune sind wir dann in Richtung Maibaum in Weitmars gezogen. Dort angekommen haben wir uns, ganz wie es sich gehört, auf dem Fest gestärkt, bevor es dann weiter zum Maibaum in Waldhausen ging, wo wir auch entsprechend ausharrten. Man muss ja schließlich beobachten, wer noch so alles den Weg aufs Fest findet.Das Schöne war, sich in der Gruppe über die unterschiedlichsten Dinge zu unterhalten, unter anderem auch darüber, dass in der Ofengasse in Lorch zwar ein Maibaum steht, es aber leider kein Fest mehr gibt. Auftrag an uns, ganz im Stile der heutigen Arbeitswelt mit dem Schlagwort „China Speed“ und „einfach mal machen“. So beschlossen wir, von Waldhausen in die Ofengasse zu wandern, um dort, natürlich privat, noch den Grill anzuwerfen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Unterwegs wurden dann noch Grillgut und eine Gitarre eingesammelt (ein bisschen handgemachte Musik, ohne dass die Nachbarn vom Sofa fallen, muss ja schließlich schon noch sein).Was soll man sagen? Im Garten in der Ofengasse (mit herrlichem Blick auf den Maibaum) haben wir dann noch den Koala von der Leine gelassen! Ironischerweise bedeutet Koala in der Sprache der australischen Ureinwohner „Trinkt nichts“. Haben wir wohl mal wieder irgendetwas falsch verstanden. Vermutlich ein Übersetzungsfehler.Als wir dann stimmungsschwanger „Feliz Navidad“ in Schiss-Moll sangen, war wohl der ideale Moment gekommen, unseren Umzug für beendet zu erklären. Sehr zur Freude der Nachbarschaft.Wir blicken voller Freude auf diesen Tag zurück. Die 8 Stunden haben wir geschafft (sogar mit Überstunden) und einen Umzug über insgesamt 15 km haben wir auch hinter uns gebracht.Die Australier können wirklich stolz auf uns sein, auch wenn sie es damals wohl anders meinten.