Ihren Ursprung hat die Guggenmusik bekanntermaßen in der alemannischen Fasnet. Woher der Begriff genau stammt, ist jedoch nicht genau belegt. Fakt ist jedoch, dass der heidnische Brauch der schwäbisch-alemannischen Fasnet, seinen Sinn darin hatte, das Böse auszutreiben. Aus Angst vor einer möglichen Rache des Bösen, hat man sich verkleidet bzw. vermummt oder maskiert.
Es wird vermutet, dass die Guggenmusik ihren Ursprung in Basel hat. Früher wurden schlechte Blasmusiker als Güügger bzw. Gugger bezeichnet. Manche sagen auch, dass man es einfach den Zuschauern, den Nicht-Blasmusikern überließ, in der Zeit vor dem Fasten zu musizieren. Ob man sich erhoffte, dass sich durch schräge Musiktöne das Böse nun besser vertreiben lässt, ist leider nicht überliefert.
Im baseler Dialekt beschreibt eine Gugge aber auch eine Papiertüte, speziell in konischer Form. Nun scheiden sich die Geister, ob die Papiertüten dafür genutzt wurden, um damit Schrägtonmusik zu machen oder ob sie dafür genutzt wurden, diese sich über den Kopf zu ziehen und als Maske zu benutzen. Wie wir alle aus unseren Kindstagen wissen, kann man in eine Papiertüte natürlich sehr einfach „Gugglöcher“, sowie eine Mundöffnung schneiden.
Tatsächlich gibt es, vor allem in der Schweiz, sehr viele Gruppen, die Masken tragen.
Woher der Begriff nun genau stammt, wird wohl nie geklärt werden. Schlüssig klingen sie alle, vielleicht ist es auch einfach eine Mischung aus allen Ansätzen.
Sicher ist auf jeden Fall, dass wir Kloster Bätscher riesigen Spaß an der Guggenmusik haben. Eine Maske wird es bei uns nicht geben, aber zum Saison-Start Ende 2026 wollen wir unser erstes Häs vorstellen. Klingt nach ferner Zukunft, jedoch entwerfen und nähen wir alles in Eigenregie. Da muss natürlich entsprechend geplant werden. Das wird noch eine spannende Zeit. Manche schauen sich schon lose nach Nähmaschinen um, manch anderer spielt mit dem Gedanken, einen Nähkurs zu besuchen. Und was mach ich? Ich persönlich gelte als chemisch rein von jeglichem Handarbeitstalent. Ich glaube, ich werde Hilfe brauchen. Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten, sich bei uns einzubringen. Wir können alles gebrauchen, außer vielleicht einem Donaudampfschifffahrtskapitänsanwärter, aber wer weiß? Vielleicht brauchen wir den ja irgendwann auch noch.